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Instinct MI455X: AMD bringt in der Welt der GPUs schweres Geschütz zum Einsatz
Leistungsstarke GPUs, um mit dem von NVIDIA vorgegebenen Tempo in der Welt der KI Schritt zu halten – und warum nicht sogar darüber hinauszugehen?
Die jährliche Veranstaltung „Advancing AI“ von AMD ist natürlich eine Gelegenheit, über künstliche Intelligenz zu sprechen, zu betonen, wie wichtig diese Technologie heute für Tech-Unternehmen ist, und gleichzeitig eine Bestandsaufnahme der technischen Fortschritte von AMD vorzunehmen, das Unternehmen wie Intel oder NVIDIA so hart wie möglich Konkurrenz macht. Was Intel betrifft, haben wir vor kurzem über die Server-CPUs der EPYC-Venice-Reihe und deren Zen-6-Mikroarchitektur berichtet. AMD hat sich davon nicht aufhalten lassen und der GPU-Bereich wurde mit ebenso interessanten Ankündigungen bedacht.
Diesmal geht es um die Weiterentwicklung der Instinct-GPUs, deren neueste Version, die MI355X, es AMD bereits ermöglicht hatte, näher an NVIDIA heranzukommen. Die Instinct MI455X soll noch deutlich besser abschneiden, da sie auf der brandneuen Grafikarchitektur des US-Konzerns, CDNA 5, basiert. AMD hat klar Stellung bezogen und von Chips gesprochen, die die erforderliche Leistung für groß angelegte Trainings- und Inferenzsysteme im Bereich der künstlichen Intelligenz liefern können. Zu diesem Zweck vertraut AMD erneut auf TSMC, um seine Chips im N2-Verfahren, also im 2-nm-Prozess, zu fertigen, damit die von AMD integrierten 320 Milliarden Transistoren Platz finden. Allerdings ist zu beachten, dass nur die Rechenbereiche des Chips im N2-Verfahren gefertigt werden. Für die übrigen Bereiche (Cache, I/O…) kommt das N3P-Verfahren zum Einsatz, das ein klein wenig weniger modern ist.
Die Modernität beschränkt sich jedoch nicht auf diesen gigantischen Grafikchip, der von einem vielleicht noch etwas verrückteren Speichersubsystem begleitet wird: Die Ingenieure von AMD haben den Instinct MI455X mit insgesamt 432 GB HBM-4-Arbeitsspeicher kombiniert. Dabei ist von einer kaum zu glaubenden Bandbreite von 23,3 TB/s und einer Datenaustauschschnittstelle mit 192 Kanälen die Rede. Etwas unauffälliger, aber ebenfalls nicht zu verachten, ist der doppelte L2-Cache mit 192 MB, der in zwei Abschnitte zu je 96 MB unterteilt ist. Alles in allem zögert AMD nicht, eine maximale Leistung von 20,13 PFLOPS bei MXFP6 und MXFP8 anzugeben, bevor es die 40,26 PFLOPS bei MXFP4 hervorhebt. Eine Bruttoleistung, mit der AMD seine Muskeln spielen lassen kann: Logischerweise wird der Instinct MI355X der Vorgängergeneration deutlich abgehängt, aber auch NVIDIA und sein aktueller Vera Rubin müssen sich geschlagen geben … bis zur nächsten Ankündigung von NVIDIA?

