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Was wäre, wenn der Epic Games Store endlich eine Software bekäme, die diesen Namen auch verdient?
Als zweitbeliebteste Plattform auf dem PC liegt der Epic Games Store weit, sehr weit hinter Steam zurück.
In der Welt der PC-Spiele gibt es eine dominierende digitale Plattform … und alle anderen. Diese Nummer eins ist Steam, ein Dienst, der seit über zwanzig Jahren besteht und eigentlich keine echte Konkurrenz hat. Natürlich gibt es einige Plattformen von Publishern (Battle.net bei Activision, EA App bei Electronic Arts oder Ubisoft Connect bei … Ubisoft), doch diese Programme sind viel zu geschlossen, um eine nennenswerte Konkurrenz darzustellen. Daneben gibt es immerhin noch GOG, das sich auf etwas ältere Spiele spezialisiert hat und auch einige interessante modernere Angebote bereithält, aber nichts, was mit Steam vergleichbar wäre. Nein, der einzige, der – zumindest auf dem Papier – den Anspruch erheben konnte, mit Steam zu konkurrieren, ist der Epic Games Store.
Der Epic Games Store wurde im Dezember 2018 vom Publisher Epic Games ins Leben gerufen, ist jedoch nicht auf dessen eigene Spiele beschränkt. Sein vorrangiges Ziel ist eine gerechtere Gewinnverteilung zwischen der Plattform und den Entwicklern. Anstelle der von Steam erhobenen Provision von 30 % hatte Epic Games von Anfang an eine Provision von nur 12 % angekündigt. Die Studios waren von dieser Initiative natürlich ziemlich begeistert. Um die Spieler zu überzeugen, hatte Epic Games noch eine weitere Idee: ein Jahr lang jede Woche ein Spiel kostenlos zu verschenken. Die Aktion wurde sogar verlängert und läuft auch heute noch, mehr als fünf Jahre später. Besser noch: In der Weihnachtszeit wird sogar jeden Tag ein Spiel verschenkt.
Unbestreitbare Vorteile, die den Epic Games Store zu einem interessanten Außenseiter machen. Leider ist der Software-Bereich zu schlecht und hinkt zu sehr hinterher, als dass der Store Steam wirklich Konkurrenz machen könnte. Epic Games ist sich dessen bewusst und hat versprochen, all das zu verbessern. Die Website VideoCardz hat die Veröffentlichung einer Präsentation der von Epic Games an seinem Store durchgeführten Arbeiten bemerkt. Die Idee ist, innerhalb von zwölf Monaten einen leistungsfähigeren, stabileren und umfassenderen Client zu schaffen. Die „V2“ des Epic Games Store dürfte übrigens nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, da die von VideoCardz gesammelten Dokumente eine Roadmap für zwölf Monate erwähnen und zudem zwei Kennzahlen hervorheben: einen fünfmal schnelleren Kaltstart und eine 6,5-mal schnellere Wiederherstellung über die Windows -Taskleiste.

Das muss sich erst noch in der Praxis zeigen, aber eine bessere Leistung ist immer willkommen! © Epic Games Store
Besser noch: Epic Games scheint sich auch des Funktionsmangels seines Tools durchaus bewusst zu sein – was nicht weiter verwunderlich ist … – und die „V2“ dürfte die Gelegenheit bieten, einen neuen personalisierten Bereich, Spielempfehlungen, Schnellzugriffskategorien und eine neue Auswahl der „Spiele des Augenblicks“ einzuführen. Die Produktseite jedes Spiels wird ebenfalls umfassend überarbeitet und um neue Optionen erweitert, um direkten Zugriff auf die Communities zu ermöglichen und die Fortschrittsdaten im Spiel übersichtlicher darzustellen. Schließlich sei daran erinnert, dass der Steam-Client, wie wir ihn heute kennen, das Ergebnis einer mehr als zwanzigjährigen Entwicklung ist. Geben wir Epic Games also noch etwas Zeit, um sein Tool zu perfektionieren.
