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Auf dem Weg zu einer Übernahme von Intel durch Qualcomm?
Könnte das in Schwierigkeiten steckende Unternehmen Intel von einem seiner engsten Konkurrenten aufgekauft werden?
Intel ist seit Anfang des Jahres in Schwierigkeiten und steht mehr denn je im Mittelpunkt der Nachrichten. Der US-amerikanische Mikroprozessor-Gigant hat einen Rückschlag nach dem anderen erlitten, und um aus dem Schlamassel herauszukommen, hat der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens einen Rettungsplan aufgestellt. So wurde unter anderem klargestellt, dass bis Ende 2024 mehr oder weniger 15.000 Mitarbeiter entlassen werden sollen. Intel plant außerdem, sich von der Altea-Sparte zu trennen, die 2015 für lächerliche 16,7 Milliarden US-Dollar gekauft wurde. Ein dritter Schwerpunkt für den Vorstand des US-Unternehmens ist die Reorganisation von Intel Foundry, seiner stark defizitären Gießereiabteilung, in eine unabhängige Einheit, die jedoch immer noch Teil des Konzerns ist. Intel Foundry sollte einen eigenen Vorstand bekommen und seine Finanzergebnisse alleine vorlegen. Werden solche Maßnahmen ausreichen? Die Zukunft wird es zeigen, aber sie sollen bereits im nächsten Jahr zu Einsparungen in Höhe von 10 Milliarden Euro führen.
Eine andere "Lösung" ist jedoch denkbar. Noch handelt es sich nur um ein Gerücht, aber es wird vom seriösen Wall Street Journal verbreitet und macht Intel zur Beute eines anderen Giganten der Mikroprozessorbranche, der Firma Qualcomm. Während Intel "nur" noch 90 Milliarden US-Dollar wert ist (vor vier Jahren waren es noch 290 Milliarden US-Dollar), wird der Wert von Qualcomm auf 185 Milliarden US-Dollar geschätzt. Wichtiger noch: Das von Cristiano Amon geleitete Unternehmen befindet sich im Aufwind. Seine Snapdragon-Prozessoren dominieren den Smartphone-Markt und beginnen, sich auch in der Welt der PCs, insbesondere der Laptops, einen Platz zu erobern. Das Wall Street Journal berichtet, dass Qualcomm sich an Intel gewandt hat, um mögliche Übernahmeoptionen zu prüfen. Sollte die Firma von Cristiano Amon die Firma von Pat Gelsinger übernehmen, wäre dies zweifellos die größte Übernahme in der Branche: Wir würden die 67 Milliarden, die Dell 2016 für die Übernahme der EMC Corporation ausgegeben hat, und die 68,7 Milliarden, die Microsoft für Activision Blizzard ausgegeben hat, übertreffen.
Natürlich ist noch nichts in trockenen Tüchern und die vom Wall Street Journal enthüllten Informationen lassen beispielsweise offen, ob Qualcomm an allen Geschäftsbereichen von Intel interessiert ist. Vielleicht hat das Unternehmen, das hinter dem Snapdragon steckt, vor allem ein Auge auf die Forschungs- und Entwicklungsteams oder die Einheit Intel Foundry geworfen? Die Zukunft wird uns wahrscheinlich schon bald zeigen, was es damit auf sich hat, aber eines ist sicher: Die - besonders komplexe - Intel-Akte wird noch lange für Gesprächsstoff sorgen.
