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Biren BR100: Und China emanzipiert sich von amerikanischer Technologie?

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Geschrieben von: Guillaume
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Dieser Artikel ist eine maschinelle Übersetzung

Auch wenn es für eine solche Schlussfolgerung vielleicht noch etwas zu früh ist, ist der Aufstieg der chinesischen Prozessorindustrie beeindruckend.

Noch vor zehn Jahren hätten wohl nur wenige die Ankündigung des in Shenzhen ansässigen Unternehmens Biren vor einigen Tagen vorhergesehen. Auf seiner eigenen Veranstaltung - dem Biren Explore Summit 2022 - stellte das chinesische Unternehmen tatsächlich den BR100 vor, einen Chip, der als GPGPU bezeichnet wird und offensichtlich mit den besten Komponenten aus den USA mithalten kann, ohne auch nur im Geringsten erröten zu müssen.

Der Begriff GPGPU steht für general-purpose computing on graphics processing units und bezieht sich auf einen Grafikprozessor, der für die Durchführung von Berechnungen verwendet wird, die als "generisch" bezeichnet werden. Grundsätzlich ist ein solcher Grafikchip natürlich nicht für solche Aktivitäten gedacht, aber die zunehmende Leistungsfähigkeit der Grafikprozessoren und die starke Nutzung von Parallelberechnungen haben diesen Richtungswechsel ermöglicht, der übrigens weitgehend von NVIDIA selbst durchgeführt wurde.

Bei der Präsentation des BR100 hat Biren immer wieder auf die Amerikaner verwiesen, insbesondere wenn es darum ging, die Leistung des Chips hervorzuheben. Es ist derzeit nicht möglich, die Ankündigungen des chinesischen Unternehmens zu überprüfen, aber die Zahlen sind beeindruckend: 2048 TOPs (INT8), 1024 TFLOPs (BF16), 512 TFLOPs (TF32+) und 256 TFLOPs (FP32). Diese Werte sind umso bemerkenswerter, als sie den Chip vor den Ampere A100 von NVIDIA setzen.

Der Amerikaner kann sich noch rühmen, den Hopper H100-Chip in seinem Katalog zu haben, der aufgrund der von den einen und anderen veröffentlichten Ergebnisse 2 bis 2,5 Mal leistungsstärker als der BR100 sein soll. Allerdings muss man die beobachteten Unterschiede zwischen diesen verschiedenen Chips relativieren. Biren gibt 77 Milliarden Transistoren durch die Verwendung des 7-nm-Ätzverfahrens an. Das sind zwar mehr Transistoren als beim A100 von NVIDIA, aber immer noch weniger als die 80 Milliarden Transistoren des H100. Danach ist alles Ansichtssache: Man kann zu Recht anmerken, dass Biren nicht auf dem Niveau von NVIDIA ist, das bereits 4 nm nutzt, aber man kann auch darauf hinweisen, dass Biren trotz der Verwendung von 7 nm bereits 77 Milliarden Transistoren integrieren kann.

Schließlich gibt das chinesische Unternehmen - das Bezeichnungen verwendet, die denen von NVIDIA recht ähnlich sind - an, dass es auch über den BR104 verfügt, einen weiteren GPGPU, der 50 % der Leistung des BR100 bieten soll. Während letzterer jedoch ein Chiplet-Design verwendet, ist der BR104 eine monolithische Komponente, die sich insbesondere für PCI-Express-Karten eignet. Es bleibt nun abzuwarten, bis Biren sein Produkt vollständiger enthüllt und z. B. ein Datum für die Verfügbarkeit und einen Preis nennt.