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Nach GOG widmet sich nun auch Epic Games und GeForce NOW dem Thema Linux
Linux gewinnt im Bereich der Videospiele an Boden: Epic Games und NVIDIA gehen in die Offensive
Wenige Tage nach der Ankündigung von GOG bestätigt sich der Trend: Linux scheint sich allmählich aus seiner Rolle als Randplattform in der Welt der PC-Videospiele zu lösen. Nach Valve und seinem SteamOS beginnen nun auch mehrere große Akteure, dieses Ökosystem ernsthaft in Betracht zu ziehen. Das jüngste Anzeichen dafür ist, dass Epic Games eine offizielle Version seines Epic Games Store für Linux vorbereitet. Diese Information wurde von einem Teammitglied während eines AMA auf dem offiziellen Discord-Kanal des Stores diskret bestätigt.
Für Linux-Spieler könnte diese Ankündigung einen wichtigen Schritt nach vorne bedeuten. Bislang beruhte der Zugriff auf den Epic Games Store weitgehend auf Community-Lösungen wie dem Heroic Games Launcher, die es insbesondere ermöglichen, Windows-Spiele mithilfe von Wine oder Proton auszuführen. Epic Games betont jedoch, dass sich das Projekt nicht auf eine einfache Portierung des Windows-Launchers beschränken wird: Das Unternehmen möchte seinen Store stärker in das Linux-Ökosystem integrieren. Ein genaues Datum wurde noch nicht bekannt gegeben, doch diese Aussicht ist für Nutzer – insbesondere für diejenigen des Steam Decks – besonders interessant. Sie garantiert jedoch nicht die Einführung von Spielen wie „Fortnite“ auf SteamOS, da das Hauptproblem weiterhin die Anti-Cheat-Maßnahmen und insbesondere „Easy Anti-Cheat“ sind.
Gleichzeitig hat NVIDIA mit GeForce NOW gerade einen konkreten Meilenstein erreicht. Nach mehreren Monaten in der Beta-Phase ist die native Anwendung des Cloud-Gaming-Dienstes von NVIDIA nun in der endgültigen Version für Linux verfügbar. Die im Januar 2026 als Beta gestartete Anwendung unterstützt offiziell Ubuntu 24.04 und spätere Versionen, andere Linux-Distributionen sind jedoch weiterhin nicht berücksichtigt. NVIDIA bietet zudem ein offizielles Flatpak-Repository an, was sowohl die Installation als auch zukünftige Updates erleichtern dürfte. Nutzer müssen daher nicht mehr zwingend über ihren Browser auf GeForce NOW zugreifen.
Diese Veröffentlichung geht zudem mit technischen Verbesserungen einher, die das Streaming von Spielen reaktionsschneller machen sollen. NVIDIA hat die Frame-Generierung direkt in der Cloud optimiert, um die dadurch möglicherweise entstehende Latenz zu begrenzen, insbesondere bei 1440p und 4K mit 60 oder 120 Bildern pro Sekunde. Zudem wurden serverseitige Optimierungen für Abonnenten des „Performance“-Angebots angekündigt, insbesondere für Spiele, die stark vom Prozessor abhängig sind. Mit der gleichzeitigen Einführung eines stabilen Linux-Clients und dieser Verbesserungen sendet NVIDIA seinerseits ein klares Signal: Linux entwickelt sich zunehmend zu einer Plattform, die die großen Akteure der Videospielbranche nicht länger ignorieren können.
