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AMD will die Leistung seiner GPUs steigern
Die Konkurrenz durch NVIDIAs DLSS und Intels XeSS zwingt AMD dazu, seine Strategie zu überdenken.
Zwar dominiert NVIDIA nach wie vor mit großem Abstand den Grafikkartenmarkt, doch AMD ist nie weit entfernt, und Intel positioniert sich als glaubwürdiger Außenseiter, auch wenn der Schwerpunkt vor allem auf integrierten Lösungen liegt. Über die reinen Chips hinaus haben die drei Akteure gemeinsam, dass sie die Softwareunterstützung mit Technologien zur Bildverbesserung und anderen Funktionen immer weiter vorantreiben, um die GPU von einem Teil der Berechnungen zu entlasten und so die Leistung zu steigern. In diesem Bereich hat NVIDIAs DLSS einen deutlichen Vorsprung, und sogar Intels XeSS hat die Oberhand über FSR, die hauseigene Technologie von AMD.
Tatsächlich verfügen DLSS und XeSS heute über eine mächtige Waffe: die Multi-Frame-Generation. Einfach ausgedrückt geht es darum, die künstliche Intelligenz anzuweisen, auf der Darstellung von zwei Bildern A und B aufzubauen, um ein, zwei oder sogar drei Zwischenbilder zu generieren. Wenn dies gut umgesetzt wird, bleibt nicht nur die Bildqualität erhalten, sondern die Animationsgeschwindigkeit wird zudem um ein Vielfaches gesteigert. Leider gibt es für Besitzer von Radeon-Grafikkarten bei AMD nichts Derartiges … zumindest noch nicht. Tatsächlich hat das amerikanische Unternehmen seinen Rückstand in diesem Bereich bereits vor mehreren Monaten erkannt, und die Ingenieure des Konzerns arbeiten daran, die Lücke zur Konkurrenz zu schließen.

In den AMD-Treibern wurden zwei neue Profile im Zusammenhang mit der Multi-Frame-Generation entdeckt © RadeonTuner
Das jüngste Beispiel ist das Vorhandensein von Profilen im Quellcode der neuesten Radeon-Adrenalin-Grafiktreiber. Der Entwickler der Software RadeonTuner hat dies entdeckt. Das ist nicht weiter überraschend, denn die Software hat es sich zur Aufgabe gemacht, in den AMD-Treibern verborgene Parameter ans Licht zu bringen, um den anspruchsvollsten Nutzern alle Möglichkeiten an die Hand zu geben. Im vorliegenden Fall wurden Profile mit den Bezeichnungen „MfgOverride“ und „MfgRatio“ entdeckt. Diejenigen unter euch, die Englisch beherrschen, werden verstanden haben, dass es darum geht, die Multi-Frame-Generation zu aktivieren und einzustellen – und zwar mit Optionen bis zu x8. Wir sollten die Begeisterung jedoch etwas dämpfen, denn derzeit bringt die Aktivierung dieser Profile noch keine Ergebnisse. Keine Leistungssteigerung, keine sichtbaren Auswirkungen – doch diese beiden Profile bestätigen, dass AMD daran arbeitet.
Dumbie, der Programmierer hinter RadeonTuner, erklärt, dass dies für AMD eine übliche Vorgehensweise ist:„AMD fügt den Treibern manchmal Konfigurationsoptionen hinzu, die einen Ausblick auf kommende Funktionen geben, ohne die Funktion selbst (den für ihren Betrieb erforderlichen Code) bereits mehrere Monate vor der offiziellen Veröffentlichung zu implementieren, wie es hier bei MFG der Fall ist.“ Die Multi-Frame-Generation befindet sich also bei AMD in der Entwicklung und könnte schon bald verfügbar sein.