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Bald "echte" Unterstützung für NVMe-SSDs unter Windows 11?
Microsoft scheint endlich den Weg für einen dedizierten NVMe-Treiber unter Windows 11 zu ebnen.
Ende letzten Jahres haben wir über eine nicht unbedingt bekannte Ungereimtheit von Windows 11 und eine beginnende "Lösung" berichtet. Seit der Veröffentlichung der ersten SSDs, die das NVMe-Protokoll nutzen, hat Microsoft immer wieder mit Tücken zu kämpfen. Der Hersteller unseres geliebten Windows hat sich nie die Zeit genommen, einen echten Treiber für diese Hardware zu entwickeln. Unter Windows 10, aber auch unter Windows 11 und sogar unter allen Windows Servern, musste eine Art Flickwerk her: Dieses Flickwerk übersetzt die NVMe-Befehle auf der Grundlage eines alten SCSI-Treibers, wie man es nennen könnte. Das Ergebnis ist alles andere als schlecht, aber es ist auch nicht das Allheilmittel und man denkt, dass man zwangsläufig an Leistung verliert.

Die beeindruckende Maschine, die von Storage Review zum Testen des NVMe-Treibers aufgestellt wurde © Storage Review.
Microsoft ist sich dessen bewusst und hat deshalb - immerhin hat es mehrere Jahre gedauert - einen eigenen Treiber entwickelt und bereitgestellt. Wird er eingesetzt? Sie haben wahrscheinlich nichts auf Ihrem Windows bemerkt, und der Grund dafür ist einfach: Bereitgestellt bedeutet nicht, dass der Treiber aktiviert ist. Die Datei NVMeDisk.sys wurde tatsächlich zu Disk.sys hinzugefügt, zuerst in Windows Server 2025 und dann in Windows 11 25H2... aber sie bleibt "schlafend". Es ist also nicht standardmäßig aktiviert und die Nutzer profitieren nicht von seinen Beiträgen. Hat Microsoft noch immer ein wenig Angst vor dem Ergebnis?
Die Website Storage Review hat beschlossen, die Sache zu testen, und in einem langen Artikel gehen die Journalisten auf die Konfiguration und die Messungen ein, bevor sie ein vorläufiges Fazit ziehen. Die Konfiguration ist ein wahres Kraftpaket: zwei AMD EPYC 9754 Prozessoren mit insgesamt 256 Kernen, 768 GB DDR5-4800 RAM und 16 Solidigm P5316 SSDs mit einer Kapazität von jeweils 30,72 TB!

Ein Blick auf die Tests von Storage Review mit dem neuen NVMe-Treiber von Microsoft © Storage Review.
Der von Andrew Waag veröffentlichte Artikel geht detailliert auf die zahlreichen durchgeführten Messungen ein und zieht bereits einige Schlussfolgerungen. Natürlich muss man bedenken, dass Microsoft noch an diesem Treiber arbeitet, und Andrew Waag weist darauf hin, dass Benutzer bereits einige technische Fehler gemeldet haben, vor allem wenn die Deduplizierung aktiviert ist. Was die Leistung angeht, ist der neue Treiber interessant. Es ist möglich, dass die Datenrate bei zufälligen 4K-Lesevorgängen um mehr als 60 % höher ist, ein Bereich, in dem SSDs derzeit Probleme haben. Bei zufälligen 4K-Schreibvorgängen können bis zu 40 % mehr erreicht werden, und sowohl bei der Latenz als auch bei der CPU-Last sind echte Fortschritte zu verzeichnen. Es bleibt uns nur zu hoffen, dass die letzten Probleme schnell behoben werden und wir bald das Beste aus unseren SSDs herausholen können.